nahtloses Rundumfilzen - paarweißes Rundumfilzen - Umfilzen

Dies sind alles Formen des Hohlfilzens, einzig die Wahl der Schablone unterscheidet die drei Techniken.

Die Grundbegriffe sind unter Flächen filzen beschrieben und werden hier nicht noch einmal wiederholt:

  1. Schablone herstellen: aus stabiler Folie einen Schnitt erstellen und dabei den Krumpfwert der Wolle beachten. Wer diesen nicht weiß, sollte vorher eine Krumpfprobe machen. Also wie unter Flächen Filzen beschrieben eine kleine Fläche filzen und vorher und nachher die Größe messen. Die Schablone wird also um den Quotienten vorher/nachher vergrößert. (Wert vorher: 32cm, Wert nachher:19,2cm. Der Krumpfwert beträgt 40 %. Die Schablone muss also mit 32/19,2=1,62  multipliziert werden, damit nachher die Größe stimmt!)
  2. Wolle auslegen: erste Schicht auslegen, Schablone auflegen und mit Rand zurechtzupfen. dann je nach gewünschter Dicke eine oder mehrere Schichten in Größe der Schablone auflegen.
  3. Bespritzen mit Seifenlauge aber nur mittig, der überstehende Rand bleibt trocken!
  4. Anfilzen auch hier bleibt der Rand unbearbeitet.
  5. Schablone auflegen, den Rand umklappen und mit Wasser fixieren.
  6. Wolle auflegen, in der umgekehrten Reihenfolge wie unter 2.
  7. Bespritzen mit Seifenlauge
  8. Anfilzen
  9. Umdrehen des Werkstückes und Umlegen des Randes
  10. Anfilzen des Randes auf der (vorherigen) Unterseite. Dabei darauf achten, dass sich kein Wulst bildet. Die Schablone muss als Trennschicht immer auch am Rand wirken können, weil sonst Ober- und Unterschicht miteinander verfilzen und es einen Wulst gibt!
  11. Walken mit sanftem Druck, bis die Schablone zu groß wird
  12. Aufschneiden und Schablone entfernen
  13. Rand nacharbeiten
  14. Endwalken
  15. Auswaschen
  16. Neutralisieren
  17. Trocknen

Bildergeschichte Puschen